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Was wusste ein osmanischer Sultan vom Russischen Reich? Der Bericht über die Gesandtschaft von Muṣṭafā Rāsiḫ (st. 1804/05) nach St. Petersburg (1792–1794)

Prof. Dr. Stephan Conermann, Alexander Bauer, M.A., Dipl.-Übers. Caspar Hillebrand

Das DFG-Projekt untersucht die beiden Berichte (sefāretnāme bzw. ʿarīża) über die Gesandtschaft, die der osmanische ‘Staatskanzler’ Muṣṭafā Rāsiḫ (st. 1804/05) im Auftrage des Sultans Selīm III. (reg. 1789–1807) von Ende 1792 bis Februar 1794 an den Hof der russischen Zarin Katharina II. (reg. 1762–1796) unternahm. Neben der philologischen Erschließung steht die Frage des Informationsgehaltes für den Machthaber des Osmanischen Reiches und seine Ratgeber im Vordergrund. Dies erfordert eine Einordnung in die Geschichte der Gesandtschaftsberichte im 18. Jahrhundert vor dem Hintergrund der osmanisch-russischen Beziehungen sowie eine Einbettung der Texte in den zeitgenössischen multikulturellen Kontext in Istanbul. Zudem werden die osmanischen Texte in einer vergleichenden Perspektive zusammen mit den Berichten von Teilnehmern der gleichzeitigen russischen Gesandtschaft ins Osmanische Reich – neben Briefen des Gesandten selbst, Michail Illarionovič Kutuzov (1745–1813), auch Texte der deutschsprachigen Gesandtschaftsteilnehmer Heinrich Christoph von Reimers (1768–1812) und Johann Christoph von Struve – gelesen und auf ihre jeweiligen narrativen Strategien hin untersucht.

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