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"Araber und Osmanen in Europa - Europäer im Nahen Osten: Bilder des Selbst und Imaginationen des Anderen in Reiseberichten des 19. und 20. Jahrhunderts"

Prof. Dr. Bekim Agai

Das Habilitationsprojekt „Araber und Osmanen in Europa – Europäer im Nahen Osten: Bilder des Selbst und Imaginationen des Anderen in Reiseberichten des 19. und 20. Jahrhunderts“ untersucht die transkulturellen Mechanismen und narrativen Ausprägungen von Fremdheitserfahrungen in Reiseberichten. An zentraler Stelle stehen methodische Überlegungen einer vergleichenden Reiseberichtsforschung und deren Nutzbarmachung für die Lektüre von Reiseberichten. Reiseberichte werden als literarische Zeugnisse und Quellen des Kulturkontakts gleichermaßen betrachtet. Sie geben Auskunft über Stand und Wandel der Bilder vom Selbst und der Imaginationen des Anderen. Sie positionieren die Menschen in Zeit und Raum, indem sie dem Selbst einen Platz gegenüber dem Anderen zuweisen. Sie beschreiben dabei das Andere in den Kategorien des Selbst und geben dadurch Auskunft über den Beschreibenden und seine Ideenwelt. Sie sind Ausdruck von Stereotypen, zu deren Verfestigung sie gleichzeitig intertextuell beitragen, indem sie als Informationsquelle für die nächsten Reisenden Erwartungshaltungen konstituieren und neue Beobachtungen durch bereits bekanntes Wissen vorstrukturieren. Sie sind somit historische Zeugnisse, die bis in die Gegenwart wirken. Aus dieser Perspektive beschäftigt sich das Projekt mit dem Vergleich ausgesuchter osmanisch-türkischer, arabischer und europäischer Reiseberichte des 19. und 20. Jahrhunderts.

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