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Dissertationsprojekt "Die osmanische Übersetzungstätigkeit in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts"

Aise Şeker, Dipl.-Übers.

Die Dissertation über die osmanische Übersetzungstätigkeit bzw. Übersetzungstradition soll einen Beitrag zur Untersuchung der osmanisch-türkischen Kulturarbeit in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts leisten. Die Schrifterzeugnisse der Übersetzungsliteratur als selbständiges Literatursystem innerhalb der Kulturproduktion dieser Zeit, die auch die so genannte „Tulpenära“ (Lâle Devri, 1718-1730) unter der Regierung Sultan Ahmeds III. und Großwesir Damad İbrahim Paşas miteinschließt, sind bis heute nicht ausreichend untersucht. Dabei wird nicht nur der allgemeine Charakter der Übersetzungstätigkeit als eine Form der Kulturarbeit und ein Mittel des Wissenstransfers erfasst und beschrieben. Auch ihre Funktion und besondere Rolle im Kontext der Entwicklungen im Geistesleben dieser Epoche und ihre Stellung innerhalb der Kultur- und Wissenschaftsgeschichte des Osmanischen Reiches werden herausgearbeitet. Die Dissertation soll zudem einen Beitrag zur Korrektur der bisherigen historischen Darstellungen nicht nur der Tulpenära, sondern der Kulturproduktion der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts insgesamt leisten, in denen die Übersetzungstätigkeit weitgehend marginalisiert wird. In der Dissertationsschrift wird unter anderem die Frage behandelt, inwiefern man von einem Beginn kultureller Transformationen und der Entstehung einer neuen Geisteshaltung bei den Osmanen in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts sprechen kann.

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